Politische Gespräche in New York: Trump und Nahost-Führer verhandeln über Gaza-Konflikt
Am Rande der UN-Generaldebatte traf sich US-Präsident Donald Trump mit führenden Politikern aus dem Nahen Osten, um mögliche Lösungen für den anhaltenden Gaza-Konflikt zu diskutieren. Unter den Teilnehmern befanden sich prominente Persönlichkeiten wie Katars Emir Tamim bin Hamad Al Thani, Jordaniens König Abdullah II., der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und der saudische Außenminister Faisal bin Farhan. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Etablierung einer Waffenruhe sowie die Freilassung von Gefangenen.
Trump äußerte sich im Nachhinein positiv über das Treffen und betonte, dass 'alle bedeutenden Akteure außer Israel' anwesend gewesen seien. Ein Treffen mit der israelischen Regierung sei fest eingeplant, um auch diese Perspektive in die Strategie einzubinden. Der US-Präsident hofft, am kommenden Montag den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu im Weißen Haus willkommen zu heißen.
Interne Berichte des US-Nachrichtendienstes Axios deuten darauf hin, dass die Vereinigten Staaten Unterstützung für ihren Plan suchen, der die Nachkriegsordnung im Gazastreifen betreffen soll. Arabische und muslimische Nationen könnten demnach Truppen zur Stabilisierung der Region entsenden, um das israelische Militär nach dessen Rückzug zu ersetzen. Bestandteile dieses Plans umfassen eine Übergangsphase sowie den Wiederaufbau des weitgehend zerstörten Gebiets. Eine offizielle Bestätigung dieser Pläne steht jedoch noch aus.
Der Weg zu einer tatsächlichen Waffenruhe oder einem Ende der Kampfhandlungen zwischen Israel und der Hamas ist jedoch noch unklar. In den vergangenen Monaten wurden unterschiedliche Lösungsansätze zur Verwaltung des Gazastreifens nach einem möglichen Kriegsende vorgeschlagen, wobei frühere Vorschläge arabischer Staaten von den USA und Israel abgelehnt wurden. Präsident Trumps Vorschlag, die Region durch Umsiedelung zu transformieren, traf auf breite Ablehnung, während palästinensische Vertreter einen Wiederaufbau unter eigener Führung fordern. Israel selbst hat das Ziel, die Hamas zu schwächen und eine Zivilverwaltung zu installieren, die keine Bedrohung für seine Sicherheit darstellt.

