Politikwechsel beflügelt MDax: Mittlere Unternehmen im Aufwind
Der MDax hat zum Wochenbeginn kräftig an Fahrt aufgenommen, angetrieben durch die positiven Signale der jüngsten Bundestagswahl. Der Index, in dem sich mittelständische Unternehmen versammeln, konnte einen Zuwachs von 2,4 Prozent verzeichnen und steht nun bei 28.172 Punkten. Damit nähert er sich dem jüngst erreichten Hoch des Sommers 2023 und verkleinert den Abstand zum Dax, der Leitindex, der seit Jahresbeginn einen Zuwachs von rund 13 Prozent verbucht.
In Deutschland deutet der Wahlsieg der Union und die wahrscheinliche Bildung einer Koalition mit der SPD auf einen politischen Wandel hin. Diese Konstellation könnte die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessern und zu stabileren politischen Verhältnissen führen, meint Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank. Er sieht im Wahlergebnis eine Unterstützung für die vorsichtigen Erholungstendenzen der deutschen Konjunktur.
Historisch gesehen hatte der MDax im Vergleich zum Dax das Nachsehen, da er die Lage mittelgroßer Unternehmen widerspiegelt, die stärker von der nationalen Wirtschaftsleistung abhängig sind. Diese Unternehmen litten mehr unter dem jüngsten wirtschaftlichen Abschwung als die international ausgerichteten Dax-Konzerne. Doch nun spiegelt der MDax die Hoffnung auf eine positive Konjunkturentwicklung wider, wie Marktbeobachter feststellen.
Zudem konnte der Nebenwerteindex SDax um 1,3 Prozent zulegen und übertrifft damit ebenfalls den Dax hinsichtlich des Wachstums.

