Planet Labs expandiert nach Berlin: Neue Produktionsstätte mit Potenzial
Der in Kalifornien ansässige Satellitenhersteller Planet Labs hat angekündigt, seine erste Produktionsstätte außerhalb der USA in Berlin zu errichten und damit seine Kapazitäten für hochauflösende Satelliten zu verdoppeln. Laut CEO Will Marshall wird das Unternehmen eine achtstellige Summe in dieses Vorhaben investieren. Die neue Produktionsstätte wird das bestehende Team in der europäischen Zentrale in Berlin um bis zu 70 neue Arbeitsplätze erweitern, das derzeit aus 150 Mitarbeitern besteht.
Die hochauflösenden Pelican-Satelliten sollen in der Lage sein, mit Hilfe von künstlicher Intelligenz Bilder innerhalb von Minuten zu analysieren. Marshall betonte auf dem BDI Space Congress in Berlin, dass die aktuelle geopolitische Situation, insbesondere der Konflikt in der Ukraine, die Bedeutung von zeitnahem militärischen Aufklärungsdienst durch Satelliten verdeutlicht habe. Berlin wurde als Standort aufgrund des großen Talentpools der örtlichen Universitäten und der Nähe zur deutschen Regierung gewählt. Zu dieser Entscheidung trug auch ein Vertrag über 240 Millionen Euro bei, den Planet Labs im Juli von der deutschen Regierung für seine Satellitendienste erhielt.
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche lobte die Wahl Berlins als 'gutes Signal' für das Potenzial der Stadt als Standort für High-Tech-Unternehmen und stellte klar, dass es keine staatlichen Subventionen für die hochmoderne Anlage gibt.

