Pistorius lobt US-Militärschlag als wichtigen Schritt zur Bedrohungsminimierung
Verteidigungsminister Boris Pistorius bewertet den kürzlich erfolgten US-Militärschlag auf iranische Atomanlagen als entscheidenden Schritt zur Entschärfung einer bedeutenden Bedrohung. In einem Interview in der ARD-Sendung "Caren Miosga" äußerte der SPD-Politiker, dass zwar militärische Eskalationen grundsätzlich problematisch seien, jedoch, wenn die Informationen von Israel und den USA zutreffen, der Iran signifikante Fortschritte auf dem Weg zur Nuklearbewaffnung gemacht hätte.
Die Neutralisierung dieser Gefahr sei ein positives Signal für die Stabilität im Mittleren und Nahen Osten sowie Europa, betonte Pistorius. Diese Einschätzung unterstreicht die Bedeutung einer regionalen Sicherheitspolitik, die auf gezielte Maßnahmen in Krisengebieten setzt.
Bezüglich der völkerrechtlichen Aspekte verwies der Verteidigungsminister auf das Recht Israels zur Selbstverteidigung und die Rolle der USA in der regionalen Verantwortung. Zudem bezog er sich auf Bundeskanzler Merz (CDU) und dessen Aussage, dass Israel mit seinen Operationen "Drecksarbeit" leiste. Auch wenn er sich grundsätzlich hinter Merz stellte, betonte Pistorius, dass er persönlich eine andere Wortwahl bevorzugen würde.

