Pistorius kündigt erweiterten Beistand für die Ukraine an
Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius setzt auf mehr Unterstützung für die Ukraine und verurteilt die anhaltenden russischen Angriffe scharf. In Kiew betont Pistorius die Intensität und Bedrohlichkeit der aktuellen Luftangriffe Russlands, die sich vor allem gegen zivile Ziele richten.
Diese Angriffe verdeutlichten Moskaus fehlendes Interesse an einer friedlichen Lösung, so Pistorius, der sich klar an die Seite der Ukraine stellt. Sein Besuch soll signalisieren, dass die neue Bundesregierung weiterhin geschlossen hinter der Ukraine steht.
Pistorius hob hervor, dass zukünftige Unterstützungsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit europäischen Partnern ausgearbeitet werden sollen, etwa durch Industriekooperationen und weitere Formen der Unterstützung. Die jüngsten russischen Angriffe markierten den umfangreichsten Einsatz von Drohnen seit Beginn des Krieges.
Ukrainische Angaben sprechen von zahlreichen eingesetzten Drohnen und Raketen, was Präsident Wolodymyr Selenskyj als Zeichen für das mangelnde russische Interesse an Frieden wertet. Anstelle US-amerikanischer Unterstützung unter Präsident Trump haben Deutschland und Großbritannien die Führung bei der Militärhilfe übernommen.
Pistorius ergriff in Brüssel die Initiative zur Stärkung der ukrainischen Flugabwehr und zur Verbesserung der Kommunikationsfähigkeiten, einschließlich der Drohnenabwehr und des elektromagnetischen Kampfes. Generalmajor Christian Freuding, militärischer Chefkoordinator der deutschen Ukraine-Hilfe, beschreibt die 5 Milliarden Euro schwere Hilfszusage an die Ukraine als klaren Beleg für Deutschlands Rolle als größten europäischen Unterstützer.
Gezielte Investitionen in Luftverteidigung, Munition und Kommunikationsfähigkeiten sollen den Ausschlag für die Ukraine geben. Die Bedingungen Russlands für einen Waffenstillstand kommentiert Freuding als untragbar.
Russland fordere den Rückzug der Ukraine aus eigenen Gebieten und eine Neutralität, die einer vollständigen Wehrlosigkeit gleichkommen würde. Diese Forderungen werden von Unterstützern der Ukraine als unannehmbar abgelehnt, denn sie würden die Souveränität des Landes grundlegend untergraben.

