Oxford Industries überrascht mit starkem Quartal und optimistischer Prognose
Die Aktien von Oxford Industries erlebten einen beeindruckenden Kurssprung von über 20%, nachdem der Modehändler überraschend hohe Quartalsgewinne meldete und gleichzeitig eine positive Prognose für die Umsätze des laufenden Quartals abgab. Trotz der Herausforderung durch neue US-Zölle gelang es dem Unternehmen, seine Gewinnziele deutlich zu übertreffen.
Die bekannte Marke hinter Tommy Bahama, Lilly Pulitzer und Johnny Was erzielte im zweiten Quartal ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 1,26 US-Dollar. Dies liegt über den Erwartungen, die sich auf 1,18 US-Dollar beliefen. Der Gesamtumsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um 4% auf 403,1 Millionen US-Dollar, was die Prognosen verfehlte.
CEO Tom Chubb betonte, dass die starken Gewinne auf gezielte Maßnahmen zurückzuführen seien, die Oxford ergriffen habe, um seine Bezugsquellen schnell zu diversifizieren. Darüber hinaus sei es gelungen, den Vorratsnachschub clever zu timen und die Preise behutsam anzupassen, um die Auswirkungen der Zölle und des sich wandelnden Handelsumfelds abzumildern.
Die Ergebnisse wurden positiv von den Emerging Brands beeinflusst, die eine Umsatzsteigerung von 17% auf 38,5 Millionen US-Dollar verzeichnen konnten. Bei den Hauptmarken Tommy Bahama, Lilly Pulitzer und Johnny Was ging der Umsatz hingegen zurück.
Chubb zeigte sich trotz dieser Rückgänge optimistisch, da die vergleichbaren Umsätze der bisherigen Tage im dritten Quartal im niedrigen einstelligen Bereich positiv seien. Ohne aktive Gegenmaßnahmen stünden Oxford Industries ansonsten zusätzliche Zölle in Höhe von 80 Millionen US-Dollar ins Haus. Dennoch hält das Unternehmen sowohl an seinen Umsatz- als auch an seinen Prognosen für das bereinigte EPS für das gesamte Jahr fest.
Trotz des jüngsten Kursanstiegs haben die Aktien von Oxford Industries in diesem Jahr mehr als ein Drittel ihres Wertes verloren.

