Ottobock gibt sich optimistisch trotz herausfordernder Börsenturbulenzen
Ottobock, der renommierte Prothesenhersteller, konnte im letzten Jahr seinen Umsatz und Gewinn erheblich steigern und verzeichnete vor allem durch innovative Produkte und strategische Übernahmen ein dynamisches Wachstum. Bereits jetzt wirft das Unternehmen optimistische Blicke auf 2026, obwohl einige Analysten und Investoren an der Börse noch ambitioniertere Ergebnisse erwartet hatten, was vorübergehend Druck auf den Aktienkurs ausübte. Oliver Jakobi, der Vorstandsvorsitzende von Ottobock, zeigte sich jedoch äußerst zufrieden mit den Errungenschaften des Geschäftsjahres 2025 und betonte das zweistellige organische Wachstum des Unternehmens, welches erneut die Marktführerschaft im Bereich Prothetik festigte.
Vor allem bekannt durch seine Prothesen und als technischer Unterstützer der Paralympics, ist Ottobock seit Oktober an der Börse präsent und erreichte im Dezember den Aufstieg in den SDax. Die Aktie startete mit einem deutlichen Zuwachs in den Handelstag, fiel danach aber zurück. Mit einem Minus von 3,6 Prozent bei 55,75 Euro gehörte sie zuletzt zu den größten Verlierern im SDax. Der Wert rückt damit dem Rekordtief von 54,85 Euro der Vorwoche näher. Seit dem Börsengang bei einem Ausgabepreis von 66 Euro verzeichnet die Aktie nun einen Verlust von rund 16 Prozent.
Laut Henrik Paganetty, Analyst bei Jefferies, legte Ottobock trotz allem solide Eckdaten vor und hob die positive Entwicklung der operativen Ergebnismarge hervor. Die Umsätze stiegen um 4,7 Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Euro, wobei das Kerngeschäft einen Anstieg von 11,7 Prozent verzeichnete. Das bereinigte EBITDA im Kerngeschäft wuchs um fast 30 Prozent auf 415,3 Millionen Euro, was einer Margenverbesserung von 3,6 Prozentpunkten auf 26 Prozent entspricht. Im vergangenen Jahr erweiterten neue Produkte, wie ein fortschrittliches Kniegelenk und eine überarbeitete Prothetikgeneration, das Portfolio von Ottobock erheblich. Für 2026 sind Ertragssteigerungen im Kerngeschäft von fünf bis acht Prozent anvisiert, während die bereinigte EBITDA-Marge über 26,5 Prozent liegen soll. Die langfristigen Prognosen bis 2029 wurden mit einem geplanten organischen Wachstum von sieben bis neun Prozent und einer Margenverbesserung auf 29 bis 30 Prozent bestätigt.

