Osteuropäische Einwanderer besonders zufrieden mit Leben in Deutschland
Laut einer aktuellen Untersuchung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung erfreuen sich Einwanderer aus Osteuropa einer außergewöhnlich hohen Lebenszufriedenheit in Deutschland. Der "Monitor Wohlbefinden" zeigt, dass fast ein Viertel der osteuropäischen Erwachsenen bis zum Alter von 52 Jahren mit ihrem Leben hierzulande "sehr zufrieden" sind. Im Vergleich dazu liegt dieser Wert bei den in Deutschland Geborenen bei 17,3 Prozent.
Die Studie nutzt mehrere repräsentative Datensätze, die teils aus dem Jahr 2023 stammen, um die Lebenszufriedenheit von Personen mit Migrationshintergrund zu bewerten. Das subjektive Wohlbefinden wird als zentraler Indikator für den Integrationsgrad in den gesellschaftlichen Kontext, den Arbeitsmarkt, das Bildungswesen sowie die soziale und politische Teilhabe betrachtet.
Ein bemerkenswerter Befund ist, dass die Zufriedenheit der Zugewanderten mit der Dauer ihres Aufenthalts in Deutschland zunimmt. Vor allem im mittleren Erwachsenenalter zeigt sich ein höheres Maß an Zufriedenheit bei Personen, die bereits als Kinder nach Deutschland kamen. Studienmitautor Sebastian Will unterstreicht, dass ein längerer Aufenthalt in Deutschland tendenziell mit einer gesteigerten Lebenszufriedenheit einhergeht.
Ein spezieller Blick galt der Gruppe der Ukrainer, die aktuell die größte Zahl an Schutzsuchenden in Deutschland bildet. Ihre Zufriedenheit liegt trotz eines leichten Anstiegs seit Ankunft auf niedrigem Niveau, was im Kontext des weiterhin andauernden Krieges in ihrer Heimat steht. Dennoch führen Faktoren wie das Erlernen der deutschen Sprache, verbesserte Wohnbedingungen und die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zu einer positiven Entwicklung ihrer Lebensumstände, so BiB-Direktorin Katharina Spieß.

