Orsted unter Druck – Equinor greift unter die Arme und der dänische Staat zeigt Rückhalt
Der kriselnde Windparkbetreiber Orsted kann auf die kräftige Unterstützung seines Großaktionärs Equinor zählen, während das Unternehmen Finanzierungsherausforderungen navigiert. Der norwegische Energie-Riese hat zugesagt, im Rahmen der geplanten Kapitalerhöhung neue Aktien im Wert von sechs Milliarden dänische Kronen zu zeichnen. Damit wird Equinor seine zehnprozentige Beteiligung an dem dänischen Unternehmen aufrechterhalten. Orsted hatte Anfang August angekündigt, insgesamt 60 Milliarden dänische Kronen als frisches Eigenkapital aufzubringen. Auch der dänische Staat, als bedeutender Anteilseigner, befürwortet diesen Schritt.
Derweil hat sich Orsted mit Stolpersteinen auf dem Weg seiner Projekte konfrontiert gesehen. Das Vorhaben, einen Teil des Windparks 'Sunrise' zu verkaufen, musste aufgegeben werden. Darüber hinaus ist das Vorzeigeprojekt 'Revolution Wind' an der Ostküste der USA zum Stillstand gekommen, nachdem die US-Behörden einen Baustopp verhängten. Diese unerfreuliche Entwicklung beruht auf neu geäußerten 'Bedenken' seitens der Vereinigten Staaten, obgleich das Projekt schon zu 80 Prozent abgeschlossen ist und umfassende Genehmigungen umfasst.
Orsted ist bestrebt, den Fortschritt seiner Projekte mit den Behörden neu zu verhandeln und die Bauarbeiten zügig wieder aufnehmen zu können. Das Unternehmen finanziert seine erneuerbaren Energieprojekte, indem es Anteile verkauft, während es seine komplette wirtschaftliche Zukunft auf Wind- und Solarkraft setzt. Dieses Engagement wird durch politische Widrigkeiten in den USA erschwert, da bestimmte politische Kräfte, wie der ehemalige Präsident Trump, den Fokus der Regulierungsmaßnahmen auf fossile Energien wie Öl und Gas verschieben wollen.

