Optimismus in den globalen Aktienmärkten: Neue Impulse durch KI und Zinsspekulationen
In einer bemerkenswerten Umkehrentwicklung verzeichneten globale Aktienfonds erstmals seit drei Wochen wieder Nettozuflüsse, die vor allem durch positive Erwartungen rund um Investitionen in künstliche Intelligenz und mögliche Zinssenkungen in den USA angetrieben wurden. Laut Daten von LSEG Lipper flossen Investoren in der Woche bis zum 24. September insgesamt netto 28,36 Milliarden Dollar in Aktienfonds – nahezu eine Kehrtwende zum Abfluss von 35,02 Milliarden Dollar in der Vorwoche. Besonders ins Auge fiel die Ankündigung von Nvidia, bis zu 100 Milliarden Dollar in das Unternehmen OpenAI zu investieren. Diese Nachricht stärkte die Risikofreude der Anleger und führte zu frischen Zuflüssen in die Aktienmärkte.
Die Erwartungen an eine Zinssenkung der US-Notenbank im Oktober stiegen ebenfalls, trotz unterschiedlicher Signale vonseiten der Zentralbank. Das CME Fed Watch-Tool bezifferte die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte mit 87,7 %. Ajay Rajadhyaksha, globaler Forschungschef bei Barclays, betonte in einer Mitteilung die Treiber hinter dem Wachstum: „Wir glauben, dass die KI-Revolution, Fed-Senkungen und nachlassende Handelszölle alle das Wachstum unterstützen werden. Globale Aktien scheinen fest entschlossen, die Kernanleihen auch im nächsten Quartal zu übertreffen.“
Die US-Aktienfonds konnten zum ersten Mal seit drei Wochen mit einem Zufluss von 12,06 Milliarden Dollar triumphieren und führten damit die regionalen Nettoinvestitionen an. Europäische und asiatische Fonds folgten mit Zuflüssen von 10,73 Milliarden und 4,12 Milliarden Dollar respektive.
Auch sektorale Fonds zogen Investitionen von rund 4,56 Milliarden Dollar an, wobei insbesondere die Sektoren Industrie, Finanzen und Technologie mit Käufen von 1,65 Milliarden, 1,45 Milliarden und 1,01 Milliarden beeindruckten. Gleichzeitig verbuchten globale Anleihefonds mit 22,96 Milliarden Dollar den größten wöchentlichen Nettoinvestitionsbetrag seit mindestens 2022, unterstützt durch starke Zuflüsse in kurzfristige Fonds. Euro-denominierte Anleihefonds und Unternehmensanleihefonds erlebten ebenfalls Popularitätsschübe, mit Zuflüssen von 2,3 Milliarden bzw. 1,95 Milliarden Dollar.
Währenddessen machten Gold- und Edelmetallrohstofffonds mit Nettomitteln von 5,05 Milliarden Dollar auf sich aufmerksam – der höchste Wochenwert seit dem 3. September. Auf der anderen Seite standen Abflüsse aus Geldmarktfonds, aus denen in der zweiten Woche in Folge 12,96 Milliarden Dollar abgezogen wurden. In den Schwellenländern verzeichneten Aktienfonds den sechsten wöchentlichen Nettomittelzufluss in Folge mit 2,65 Milliarden Dollar, während Investoren auch 1,88 Milliarden Dollar netto in Anleihefonds investierten.

