Optimismus im US-Dienstleistungssektor: Aufhellung trotz gedämpfter Zinssenkungshoffnungen
Der Dienstleistungssektor in den Vereinigten Staaten signalisiert eine leichte Erholung, wie der jüngste Einkaufsmanagerindex des Instituts for Supply Management (ISM) zeigt. Der Index sank im Juni im Vergleich zum Vormonat um 0,9 Punkte und erreichte 50,8 Punkte, womit er erneut über der entscheidenden Wachstumsschwelle von 50 Punkten liegt. Diese Ergebnisse übertrafen die Erwartungen der Volkswirte, die einen Anstieg auf 50,6 Punkte vorhergesagt hatten.
Besonders erfreulich ist der Anstieg beim Unterindikator für neue Aufträge, während der Indikator für bezahlte Preise, der er ein hohes Niveau hält, leicht rückläufig ist. Der Beschäftigungsindikator verzeichnete jedoch eine leichte Verschlechterung, bleibt aber weiterhin im Bereich des Beschäftigungsaufbaus. Diese gemischten Signale beeinflussen die Marktstimmung und könnten dazu beitragen, die gegenwärtigen Konjunktursorgen zu lindern.
Ulrich Wortberg, Volkswirt bei der Helaba, interpretiert die Zahlen positiv: "Auch wenn das Niveau historisch betrachtet noch ausbaufähig ist, dürften die Konjunktursorgen abnehmen, da auch der Arbeitsmarktbericht positiv überraschte." Zugleich scheinen Hoffnungen auf sinkende Leitzinsen vorerst gedämpft.

