Optimismus an den US-Börsen trotz großer Derivateverfall
Die Börsen in den USA setzen ihren Erholungskurs fort und illustrieren damit die nach wie vor bestehende Hoffnung auf eine Jahresendrally. Die positive Stimmung wird unter anderem durch erfreuliche Inflationszahlen beflügelt. Allerdings sorgt der sogenannte "große Verfall" an den Derivatebörsen für erhöhte Wachsamkeit bei Investoren, da Kontrakte im nominalen Rekordwert von 7,1 Billionen US-Dollar auslaufen. Diese Umschichtungen könnten kurzfristig zu Volatilität in Einzelwerten und Indizes führen, sorgen jedoch bei längerfristig orientierten Anlegern für weniger Beunruhigung.
Der Dow Jones Industrial verzeichnete ein Plus von 0,6 Prozent und notierte nahe der Marke von 48.225 Punkten. Auch wenn er zuletzt Gewinne eingebüßt hatte, bleibt das jüngste Rekordhoch bei 48.887 Punkten in greifbarer Nähe. Der S&P 500 steigerte sich um 0,8 Prozent, und der Nasdaq 100 legte gar um 1,2 Prozent zu, nachdem er zuvor unter Druck geraten war.
In den Einzelwerten standen Unternehmen wie Nike und Fedex im Rampenlicht. Nikes Aktien fielen um 11 Prozent, trotz eines starken Quartals, nachdem sich das Wachstumsumfeld trübte. Hingegen hielt Fedex die Anleger in Spannung, da positive Ergebnisse von strukturellen Herausforderungen im Frachtgeschäft überschattet wurden.
Die Tech-Branche zeigte Stärke: Micron und Lam Research erzielten Rekordhochs nach erfreulichen Prognosen und Berichten, während AMD und Nvidia erneut Terrain zurückeroberten. Oracle profitierte ebenfalls deutlich von der Aussicht auf eine Beilegung der Tiktok-Debatte, was den Aktienkurs erheblich beflügelte. Ferner konnte sich Medline, frisch an der Börse, behaupten und steuerte weiter aufwärts.

