OMV prüft Verkauf des Anteils am Raffinerieverbund Bayernoil
13. Januar 2012, 09:44 Uhr · Quelle: Dow Jones
WIEN (Dow Jones)--Der österreichische Ölkonzern OMV will sich weiter aus dem Raffineriegeschäft zurückziehen. Nun stellen die Österreicher ihren 45-Prozent-Anteil an der Bayernoil Raffineriegesellschaft mbH zur Disposition, wie die Wiener Gesellschaft mitteilte. Die Raffineriekapazitäten der Wiener Gesellschaft würden bei einem Verkauf um 4,6 Millionen auf 17,7 Millionen Tonnen jährlich sinken.
Die OMV AG will sich künftig auf Raffineriestandorte mit Petrochemie- und Upstream-Integration konzentrieren. Bayernoil sei nicht petrochemisch integriert, hieß es mit Blick auf den geplanten Verkauf. Begleitet wird die Suche nach Interessenten von der Deutschen Bank. Sie soll in den nächsten Monaten mit potenziellen Interessenten sprechen.
Bayernoil betreibt laut OMV den größten Raffinerieverbund im bayerischen Raum mit Produktionsstandorten in Vohburg und Neustadt an der Donau. Die beiden Betriebsteile seien über Pipelines verbunden, so dass sie wie eine Raffinerie zusammenarbeiteten. Verarbeitet werden etwa 10 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr. Beschäftigt sind bei Bayernoil etwa 750 Mitarbeiter.
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