Olympische Winterspiele: Ein Auslaufmodell?
Der Mythos der Olympischen Winterspiele könnte angesichts aktueller Entwicklungen ins Wanken geraten. Nach den opulenten Spielen in Sotschi, die einen finanziellen Kraftakt von rund 45 Milliarden Euro erforderten, und den Herausforderungen in Pyeongchang, wo Überreste von Bauruinen die Landschaft prägen, sowie den Kontroversen um Corona und Menschenrechte in Peking, zeigt sich das Internationale Olympische Komitee erstaunlich unerschüttert gegenüber kritischen Themen, die auch 2026 bereits abzusehen sind. Diese Probleme wirken fast wie ein frühes Anzeichen für das, was in der Zukunft auf uns zukommen könnte.
Ein Blick zurück: Vor 70 Jahren war Cortina der Gastgeber der Winterspiele. Seither haben sich die klimatischen Bedingungen dramatisch verändert. Im Februar liegt die Durchschnittstemperatur dort mittlerweile um 3,6 Grad höher, und die Zahl der jährlichen Frosttage hat sich um 41 verringert.
Sollten die aktuellen Prognosen zutreffen, könnten bis 2050 weltweit lediglich elf Regionen übrigbleiben, die ohne erhebliche künstliche Beschneiung in der Lage wären, große Wintersportereignisse auszurichten. Stehen wir am Rande eines sportlichen Klimawandels, der die Winterspiele möglicherweise zum Relikt vergangener Zeiten machen könnte?

