Ölpreise unter Druck: Unerwartete Lagerbestandsdaten sorgen für Bewegung
Die Preise für Rohöl haben am Mittwoch einen merklichen Rückgang erfahren. Der Kurs für ein Barrel der Nordseesorte Brent mit Lieferung im September fiel auf 67,88 US-Dollar, was einen Rückgang von 83 Cent im Vergleich zum Vortag bedeutet. Ebenso sanken die Preise für die US-Sorte WTI zur Lieferung im August um 84 Cent auf 65,65 Dollar.
Interessanterweise erfolgte dieser Preisrückgang parallel zu überraschenden Berichten aus den USA, wo die Ölreserven in der letzten Woche deutlicher als erwartet gesunken sind. Das Energieministerium gibt einen Rückgang der Rohölvorräte um 3,9 Millionen auf insgesamt 422,2 Millionen Barrel an, obwohl Analysten lediglich mit einem moderaten Rückgang von 0,5 Millionen gerechnet hatten. Diese ungewöhnliche Entwicklung konnte den allgemeinen Preisverfall nicht aufhalten, da die Bestände an Benzin und Destillaten merklich angezogen haben.
Bereits zu Beginn der Woche waren die Preise für Brent-Rohöl auf über 71 Dollar angestiegen, bevor sie den aktuellen Abwärtstrend fortsetzten. Marktbeobachter werden die weitere Entwicklung mit Spannung verfolgen und auf neue Impulse achten, die den Ölmarkt in den kommenden Tagen beeinflussen könnten.

