Ölpreise steigen leicht: Neue US-Sanktionen zeigen Wirkung
Die Ölpreise haben am Freitag nach einer Phase hoher Gewinne einen leichten Anstieg verzeichnet. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember erreichte 66,24 US-Dollar, was einer Erhöhung um 25 Cent im Vergleich zum Vortag entspricht. Gleichzeitig legte der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI um 18 Cent auf 61,97 Dollar zu.
Die jüngsten Preisanstiege sind vor allem auf die neuen Sanktionen der USA gegen bedeutende russische Ölunternehmen zurückzuführen, die die Märkte in den vergangenen Tagen in Bewegung versetzt haben. Nach einem Wochenstart mit einem Brent-Preis knapp über 60 Dollar, tragen die Sanktionen zu einem deutlichen Wochengewinn bei. Insbesondere die Befürchtung eines deutlichen Rohölüberschusses hatte zuvor Druck auf die Preise ausgeübt.
Es war das erste Mal in der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump, dass seine Regierung neue Sanktionen direkt gegen Russland verhängte. Diese Maßnahmen treffen speziell den Ölkonzern Lukoil sowie den staatlichen Giganten Rosneft. Zusätzlich versucht Trump, durch Drohungen mit Zöllen und Sanktionen den Handel zwischen Russland und seinen Hauptabnehmern China und Indien zu beeinflussen.
Rohstoffexpertinnen und -experten der Commerzbank äußerten, dass der tatsächliche Einfluss dieser Sanktionen erst noch abzuwarten sei. 'Bisher wurden die Maßnahmen in der Vergangenheit immer wieder umgangen', so der Kommentar. Kurzfristig dürfte jedoch die Aussicht auf verringerte russische Öl-Lieferungen den Preis unterstützen.

