Ölpreise steigen leicht: Einfluss der US-Zollpolitik im Fokus
Die Ölpreise haben am Freitag eine leichte Aufwärtsbewegung erlebt. Das Nordseeöl Brent, dessen Lieferung im Oktober ansteht, notierte bei 66,76 US-Dollar pro Barrel, was einem Anstieg um 33 Cent gegenüber dem Vortag entspricht. Auch der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI verzeichnete einen Zuwachs und stieg um 26 Cent auf 64,14 US-Dollar.
In der vergangenen Woche zeigte sich jedoch ein abwärts gerichteter Trend bei den Ölpreisen. Brent-Öl verlor in diesem Zeitraum mehr als sechs Dollar je Barrel. Als Gründe hierfür wurden schwächere Wirtschaftsdaten aus den USA angeführt, die Bedenken hinsichtlich der Nachfrage schürten, sowie die angekündigte erneute Ausweitung des Angebots durch OPEC+.
Experten der Commerzbank gehen davon aus, dass die Entwicklung der Ölpreise in den kommenden Tagen maßgeblich von der Entscheidung des US-Präsidenten Donald Trump beeinflusst wird, ob zusätzliche Sekundärzölle auf Länder erhoben werden, die russisches Öl beziehen. Im Zuge dessen steht auch ein mögliches Treffen zwischen Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin im Mittelpunkt des Interesses. Es wird spekuliert, dass ein solches Treffen Fortschritte in der Ukraine-Frage erzielen könnte. Unabhängig davon wird spekuliert, dass bereits in den nächsten Tagen ein Gipfel zwischen den USA und Russland, der erste seit 2021, stattfinden könnte, ohne dass bislang ein Ort bekannt gegeben wurde.
Nach Einschätzung der Commerzbank könnte ein Verzicht auf verschärfte Sanktionen gegen Russland durch US-Präsident Trump dazu führen, dass die Ölpreise in den kommenden Handelstagen weiter nachgeben.

