Ölpreise schwanken nach Wochenhoch – Nachfrage bleibt stabil
Die Ölpreise haben jüngst eine Korrektur erfahren, nachdem sie zuvor ein Sieben-Wochen-Hoch erreicht hatten. Auslöser für den vorangegangenen Anstieg war ein überraschender Rückgang der wöchentlichen Rohölbestände in den USA sowie die Besorgnis über mögliche Versorgungsunterbrechungen durch die Konflikte in der Ukraine. Sowohl die Brent-Futures als auch die US West Texas Intermediate (WTI) Futures erlebten dabei einen leichten Rückgang um 0,26% beziehungsweise 0,31%.
Ein Marktexperte von IG, Tony Sycamore, erklärt den leichten Kursverlauf mit Gewinnmitnahmen nach dem vorherigen Hoch, da das Öl sich in dieser Woche zurück in die obere Grenze seiner jüngsten Preisspanne bewegt hat. Dennoch bleibt die Unterstützung für die Preise bestehen, was vor allem auf den unerwarteten Rückgang der US-Rohölbestände um 607.000 Barrel zurückzuführen ist, welcher die Marktprognosen deutlich übertraf.
Die geopolitischen Spannungen, insbesondere die verstärkten Drohnenangriffe der Ukraine auf die Energieinfrastruktur Russlands, bleiben weiterhin ein wesentlicher Faktor für die Marktvolatilität. Russland kämpft zudem mit Engpässen bei bestimmten Kraftstoffsorten, was mögliche Exportbeschränkungen nach sich ziehen könnte.
Trotz dieser Bedenken hebt ein Bericht von Haitong Securities hervor, dass die Ölmärkte aktuell keinen erheblichen Abwärtsdruck aufgrund von Angebots- und Nachfragefundamentaldaten erleben. Auch die Nachfrageentwicklung bleibt relativ robust. Ein J.P. Morgan-Bericht bestätigt, dass das Wachstum der globalen Ölnachfrage für das Jahr den Prognosen entspricht, was zur Stabilität der Preise beiträgt.

