Ölpreise legen nach mehrtägiger Talfahrt wieder zu
Die Ölpreise haben nach einer Woche der Verluste einen Aufschwung erlebt. Die Nordsee-Sorte Brent verzeichnete eine Preissteigerung um 75 Cent auf 68,39 US-Dollar pro Barrel. Auch die US-Sorte WTI legte zu und stieg um 76 Cent auf einen Preis von 66,93 US-Dollar. Am Markt richten sich die Augen auf das Treffen des US-Sondergesandten Steve Witkoff mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Hauptthema der Unterredung, die drei Stunden dauerte, waren voraussichtlich mögliche Sanktionen. Konkrete Details über das Gespräch wurden noch nicht bekannt gegeben. Der Besuch Witkoffs fällt in eine entscheidende Phase, da die Frist von US-Präsident Donald Trump an Russland, den Konflikt in der Ukraine zu beenden, bald ausläuft. Andernfalls drohen Sanktionen gegen Russland und Länder, die russisches Öl importieren. Zugleich hat Trump ein Dekret unterzeichnet, das zusätzliche Zölle von 25 Prozent auf indische Produkte erhebt, womit der Gesamtsatz nun bei 50 Prozent liegt. Diese Maßnahmen unterstützen die Ölpreise ebenfalls. Ein weiterer Faktor, der die Preise stützte, war der Rückgang der Rohöllagerbestände in den USA. Diese sanken um drei Millionen Barrel auf 423,7 Millionen Barrel, entgegen Analystenerwartungen, die von einem gleichbleibenden Niveau ausgingen. Auch die Benzin- und Destillatlagen verringerten sich. Noch vor Kurzem waren die Ölpreise aufgrund einer angekündigten Fördermengenerhöhung durch die Opec+-Länder ab September kontinuierlich gesunken, wobei Brent-Öl über fünf Dollar pro Barrel einbüßte.

