Ölpreise im Sinkflug: Spekulationen zur Opec+ Fördermenge drücken Notierungen
Der jüngste Abwärtstrend an den Ölmärkten setzt sich fort: Die Preise für Rohöl verzeichnen weiterhin deutliche Rückgänge, beeinflusst durch andauernde Spekulationen zur Förderpolitik der Opec+. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli fiel bemerkenswert auf 59,37 US-Dollar, was einen Rückgang von 1,69 Dollar im Vergleich zum Vortag bedeutet. Ebenso sank der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im Juni um 1,76 Dollar auf 56,45 Dollar.
Bereits seit vier Handelstagen ist ein kontinuierlicher Abstieg der Ölnotierungen zu beobachten. Besonders auffallend war der Rückgang des Brent-Preises auf unter 60 US-Dollar, was zuletzt Anfang April der Fall war. Der Monatsvergleich zeigt einen dramatischen Preisverfall von mehr als zehn Dollar pro Barrel, der starke Rückgänge im April fortführt und als der stärkste Rückgang innerhalb eines Monats seit 2021 angesehen werden kann.
Marktbeobachter sehen die Unsicherheiten rund um die künftige Förderpolitik der Opec+ als einen wesentlichen Einflussfaktor. Ein Medienbericht, der auf ähnliche Aussagen von Saudi-Arabien verweist, hat die Vermutung genährt, dass eine Ausweitung der Fördermengen bevorstehen könnte. Trotz einer kürzlich beschlossenen Förderkürzung von 2,2 Millionen Barrel, die ab 2023 schrittweise aufgehoben werden soll, bleibt die Reaktion der Märkte empfindlich.
Weitere Belastungen kommen durch die Sorgen der Investoren hinsichtlich der angreifenden Zollpolitik der US-Regierung, die ebenfalls Druck auf die Ölpreise ausübt. Diese Faktoren zusammen rücken das Geschehen rund um die Opec+ in den Mittelpunkt des Marktinteresses und sorgen für Turbulenzen bei den internationalen Ölpreisen.

