Ölpreise im Rückwärtsgang: Ein Tanz zwischen Förderung und Geopolitik
Die Ölpreise haben ihre Abwärtsspirale fortgesetzt, und der Markt blickt gespannt auf die nächsten Schritte des Ölverbunds Opec+. Ein Fass des Nordsee-Brent zur Augustlieferung wurde am Morgen für 66,46 US-Dollar gehandelt, was einem Rückgang von 28 Cent entspricht. Auch der Preis für ein Barrel der US-amerikanischen Sorte WTI fiel um 31 Cent auf 64,80 Dollar.
Die Marktteilnehmer erwarten mit Spannung das bevorstehende Treffen der Opec-Staaten und ihrer Partner am Sonntag, wo eine signifikante Erhöhung der Fördermengen auf der Tagesordnung stehen könnte. Rohstoffexperte Robert Rennie von der australischen Bank Westpac äußerte, dass eine tägliche Erhöhung der Produktion um 411.000 Barrel sehr wahrscheinlich sei, gefolgt von weiteren Anpassungen im darauffolgenden Monat.
In der vergangenen Woche gerieten die Ölpreise unter Druck, nachdem Israel und Iran überraschend einen Waffenstillstand vereinbarten. Diese geopolitische Entspannung dämpfte die zuvor stark ausgeprägte Angst vor einer Blockade der Straße von Hormus — ein Nadelöhr für den weltweiten Öltransport, das in Krisenzeiten die Preise oft nach oben getrieben hat.

