Ölpreise im Aufwind: Einigung im Zollstreit beflügelt Märkte
Die internationalen Rohölmärkte erfuhren am Dienstag eine Fortsetzung des jüngsten Aufwärtstrends, wobei die Preise für beide führenden Rohölsorten weiter anzogen. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli erhöhte sich um 62 Cent auf 65,58 US-Dollar. Auch die US-amerikanische Sorte WTI, mit Lieferung im Juni, verzeichnete einen Preisanstieg um 68 Cent und notierte bei 62,63 Dollar.
Der Schub für die Rohölpreise wird maßgeblich durch eine unerwartete Übereinkunft im Handelskonflikt zwischen den USA und China getragen. Trotz dieser Entwicklung blieben die Zuwächse am Dienstag im Vergleich zum Vortag moderat. Laut Carsten Fritsch, Rohstoffanalyst bei der Commerzbank, hat die Entspannung im Handelsstreit das Risiko für die Ölnachfrage verringert. Nichtsdestotrotz betont Fritsch, dass eine dauerhafte Lösung im Handelskonflikt der Schlüssel für eine nachhaltige Preisentwicklung sei.
In der Zwischenzeit zeigten die jüngsten politischen Bewegungen, einschließlich einer Reise von US-Präsident Donald Trump in den Nahen Osten, kaum unmittelbare Effekte auf den Ölmarkt. Die US-Regierung hat inmitten der Verhandlungen um das umstrittene Atomprogramm des Iran neue Sanktionen angekündigt, die sich gegen drei Einzelpersonen und ein Unternehmen richten. Die Verhandlungen, die am vergangenen Sonntag im Oman in die vierte Runde gingen, blieben ohne greifbare Ergebnisse.

