Ölpreise erneut unter Druck: Konjunkturdaten und Opec+ Entscheidungen belasten Märkte
Die Ölpreise gingen am Montag wieder zurück und beendeten damit den leichten Aufwärtstrend, der sich noch am Freitagabend angedeutet hatte. Am Freitag war ein Barrel der Nordseesorte Brent auf den niedrigsten Stand seit über fünf Monaten gesunken, bevor eine moderate Erholung einsetzte. Der Preis für Brent zur Lieferung im Dezember notierte am Montagmorgen bei 61,01 US-Dollar, ein Rückgang um 28 Cent im Vergleich zum Freitag. Auch der Preis für die US-Sorte WTI zur Lieferung im November bewegte sich abwärts und fiel um 30 Cent auf 57,24 US-Dollar.
An den Energie-Märkten führte man diesen Rückgang auf aktuelle Wirtschaftsdaten aus China zurück. Mit einem Wachstumsplus von 4,8 Prozent hat sich das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal weiter verlangsamt. China als bedeutender Ölimporteur zeigt damit eine schwächere Nachfrage, der ein aktuelles Überangebot gegenübersteht. Als Reaktion darauf hatte die Opec+ kürzlich beschlossen, ihr Angebot zu erhöhen, was weitere Preisdruck aufkommen ließ.
Hinzu kommen langfristige Prognosen, die den Markt ebenfalls belasten. Die Internationale Energieagentur (IEA) warnt vor einem massiven Überangebot, das sich bis 2026 einstellen könnte. Diese Aussichten tragen maßgeblich zur aktuellen Preissituation bei und könnten auch in den kommenden Monaten die Ölnotierungen beeinflussen.

