Ölpreisanstieg setzt Stabilisierungstrend fort
Die Ölpreise haben am Freitag einen leichten Anstieg verzeichnet, wobei ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai 70,54 US-Dollar erreichte – ein Zuwachs von 66 Cent im Vergleich zum Vortag. Auch der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im April legte um 69 Cent zu und notierte bei 67,24 Dollar.
Dieses Anziehen der Preise korrespondiert mit der wiederauflebenden Aufmerksamkeit der Investoren auf die US-amerikanischen Sanktionen gegen Iran, einem der bedeutendsten ölproduzierenden Länder der Welt. Die jüngste Entscheidung der US-Regierung, den iranischen Ölminister mit Sanktionen zu belegen, unterstreicht die Spannungen.
Dahingegen haben China, Russland und Iran gefordert, dass alle einseitigen Sanktionen gegen Teheran eingestellt werden. Obwohl die Ölpreise sich diese Woche stabilisiert haben, blieben sie in der Vorwoche noch unter Druck.
Experten der Commerzbank äußern sich skeptisch hinsichtlich eines kontinuierlichen Preisanstiegs. Eine Marktanalyse hebt die hohen Risiken auf der Nachfrageseite und das zunehmende Angebot seitens der OPEC+ hervor, was gegen eine nachhaltige Erholung des Ölmarktes spricht.
Der Ölverbund Opec+ plant, bestehende Förderkürzungen ab April schrittweise zu reduzieren.

