Ölpreis und Analystenkommentar setzen Lufthansa-Aktie unter Druck
In den Fokus der Anleger rückten am Donnerstag europäische Airline-Aktien, nachdem sowohl der ansteigende Ölpreis als auch ein Branchenkommentar der Citigroup für Aufsehen gesorgt hatten. Besonders betroffen war die Lufthansa, deren Aktien um 2,1 Prozent fielen und damit den tiefsten Stand seit Juni erreichten. Grund für den Anstieg des Ölpreises waren die neuesten US-Sanktionen gegen russische Ölfirmen.
Parallel dazu machte sich Analyst Conor Dwyer von der Citigroup bemerkbar. Er zog seine bisherige Kaufempfehlung für die Lufthansa zurück, da er die aktuellen Bewertungen der Aktien als gerechtfertigt einstuft. Seine favorisierten Empfehlungen bleiben nun die Papiere der International Airlines Group (IAG) und der irischen Fluggesellschaft Ryanair.
Dwyer hob in seinem Kommentar hervor, dass die Airlines nach Jahren der Unterinvestition wieder Bereitschaft zeigen, vermehrt Geld auszugeben. Besonders IAG und Ryanair profitieren hierbei von den ihnen zur Verfügung stehenden, beträchtlichen freien Cashflows, die Investitionen problemlos ermöglichen.
Gleichzeitig ließ Dwyer eine optimistische Perspektive für die Lufthansa offen. Sollten die Margenziele von 8 bis 10 Prozent erreicht werden, könnte sich der Kurs im besten Fall sogar verdoppeln. Ausgehend von einem 'Bullen-Szenario' bei 9 Prozent, hält er einen Kurs von 16 Euro für realistisch. Am Donnerstagabend schloss die Lufthansa-Aktie jedoch knapp unter 7 Euro.

