Oliver Blume verteidigt seine Doppelfunktion bei VW und Porsche
Oliver Blume, der derzeit die Geschicke sowohl von Volkswagen als auch von Porsche leitet, hat seine Doppelrolle erneut erläutert, jedoch betont, dass diese nicht auf Dauer angelegt sei. "Meine Doppelrolle ist nicht für die Ewigkeit ausgelegt", sagte Blume in einem Interview. Die gleichzeitige Verantwortung an der Spitze beider Konzerne bringe signifikante Vorteile für die Neuausrichtung des Unternehmens mit sich.
Er ist tief in das operative Geschäft eingebunden, sowohl technologisch als auch strategisch, und kann so effektivere Entscheidungen im Gesamtkonzern treffen. Der Weggang Blumes bei Porsche wird seit geraumer Zeit in verschiedenen Kreisen diskutiert, nicht zuletzt aufgrund diverser Führungswechsel im Management des sportlichen und geländegängigen Fahrzeugbauers. Der Generationswechsel bei Porsche sei laut Blume bereits im Gange und strategisch vorbereitet.
Sowohl er als auch das Vorstandsteam seien stark in der Unternehmensphilosophie verwurzelt. Klarheit über einen möglichen Rücktritt als Porsche-Chef sowie potenzielle Nachfolger ließ der 57-Jährige vermissen. Er überlässt die Entscheidung den Aufsichtsräten der beiden Unternehmen.
Kritiker, darunter Hendrik Schmidt von DWS, zeigen sich dennoch skeptisch und prangern die Doppelbelastung an, da sie mögliche Interessenkonflikte befürchten. Der Ruf wird laut, Blume solle sich für eine der Spitzenpositionen entscheiden, um die derzeit einmalige Unternehmensstruktur zu beenden.
Blume übernahm die Führung von Porsche im Herbst 2015 und wurde im September 2022 Vorsitzender von Volkswagen, nur knapp vor dem Börsengang von Porsche. Seine Doppelrolle wird weiterhin von den Porsche- und Piëch-Familien gestützt, die eine maßgebliche Einflusskraft innerhalb des VW-Konzerns besitzen.

