Ölpreise unter Druck: Geopolitischer Streit um Grönland belastet Markt
Die Ölpreise haben zu Wochenbeginn nachgegeben, da der eskalierende Konflikt um Grönland wenig Risikofreude auf dem Markt zurückließ. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März fiel um 54 Cent auf 63,59 Dollar. Parallel dazu sank der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im Februar um 46 Cent und notierte bei 58,98 Dollar.
Geopolitische Risiken dominieren weiterhin das Geschehen am Ölmarkt. Die jüngste Verschärfung des Streits um Grönland zwischen den USA und europäischen Ländern hat die Aussicht auf neue US-Zölle und mögliche europäische Gegenmaßnahmen erhöht. Dies könnte die globale wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigen und entsprechend die Nachfrage nach Rohöl schwächen.
Robert Rennie, Rohstoffexperte der australischen Westpac Bank, beschreibt die Ölpreise als gefangen in einem komplexen Spannungsfeld zwischen geopolitischen Risiken und einer steigenden Fördermenge. Vorangegangene Massenproteste im Iran und die Sorge vor einer Ausweitung der Konflikte in der Region des Persischen Golfs hatten die Preise zeitweise erhöht.
Zudem besteht am Ölmarkt eine Überversorgung. Die Internationale Energieagentur (IEA) hat jüngst vor einem Überangebot gewarnt, da die Förderländer der Opec+ ihre Produktion stabil gehalten haben.

