Ölpreise steigen auf neues Hoch: Geopolitik am Ruder
Die Ölpreise erleben aktuell einen bemerkenswerten Anstieg, getrieben von geopolitischen Spannungen und haben zwischenzeitlich ein neues Dreimonatshoch erreicht. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent, zur Lieferung im März angedacht, kletterte auf 66,00 US-Dollar und liegt somit 53 Cent über dem Vortageswert. Auch die US-Sorte WTI sieht sich einem Anstieg gegenüber: Der Preis für die im Februar fällige Lieferung erhöhte sich um 36 Cent auf 61,51 Dollar. Hintergrund dieser Preisentwicklung ist die politisch angespannte Lage im Iran, die gravierende Auswirkungen auf die ölreiche Region am Persischen Golf haben könnte.
Parallel dazu sorgten neue Zolldrohungen der US-Regierung gegen iranische Handelspartner für zusätzlichen Druck auf die Preise. Laut Analyst Charu Chanana von Saxo Markets in Singapur wirken diese Ankündigungen kurzfristig als Preistreiber, während die tatsächlichen Konsequenzen stark davon abhängen, ob angedrohte Maßnahmen in die Tat umgesetzt werden.
Nicht unbemerkt geblieben ist hingegen die entgegenwirkende Entwicklung der US-Ölreserven. Der jüngste Anstieg der Lagerbestände an Rohöl in den Vereinigten Staaten – der überraschend kam – hat dämpfende Effekte auf die Ölpreise. Steigende Reserven in der weltweit größten Volkswirtschaft üben in der Regel Druck auf die Preisnotierungen aus.

