Nvidia und Intel: Partnerschaft für die Zukunft der Chipentwicklung
Im Bereich der Halbleiterindustrie bahnt sich eine neue Ära an: Nvidia verkündet eine Investition in Höhe von 5 Milliarden Dollar in den Chiphersteller Intel. Diese beiden Technologiegrößen haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam Datenzenter- und PC-Chips zu entwickeln.
Die Nachricht folgt auf die kürzliche Mitteilung, dass die US-Regierung einen Anteil von 9,9% an Intel erworben hat, indem sie 8,9 Milliarden Dollar in das Unternehmen investierte. Die Reaktion auf diese Neuigkeiten ließ nicht lange auf sich warten: Die Intel-Aktien stiegen am Donnerstag im vorbörslichen Handel um 29%, während Nvidia-Aktien einen Anstieg um 3% verzeichneten.
Jensen Huang, CEO von Nvidia, lobte die Zusammenarbeit als historische Fusion zweier erstklassiger Plattformen, die darauf abzielen, die Grundlagen für eine neue Ära des Rechnens zu legen. Nvidia wird Intel-Aktien zu einem Preis von 23,28 Dollar erwerben, was knapp unter dem Schlusskurs am Mittwoch liegt, aber über dem 20,47-Dollar-Preis, den die Regierung gezahlt hat.
Diese Transaktion bedarf allerdings der behördlichen Genehmigung und würde Nvidia einen vierprozentigen Anteil an Intel sichern. Die Führungskräfte beider Unternehmen werden am Donnerstag um 13:00 Uhr ET eine Pressekonferenz abhalten, um Einzelheiten der Vereinbarung zu erörtern.
Während Nvidia und Intel gemeinsam neue Chips entwickeln werden, gibt es seitens Nvidia noch keine Zusage zu einem Fertigungsvertrag mit Intel. Vielmehr plant Nvidia, maßgeschneiderte Prozessoren für Datenzentren zu entwerfen, die gemeinsam mit seinen AI-GPUs verkauft werden sollen.
Die Kombination der Technologien verspricht eine schnellere Kommunikation zwischen den Chips, was eine breitere Einführung fördern dürfte. Darüber hinaus wird Intel für den PC-Markt Chips mit integrierten Nvidia RTX GPUs produzieren, die nicht nur bei Gamern, sondern auch bei Heim-Bitcoin-Schürfern Anklang finden dürften.
Lip-Bu Tan, CEO von Intel, betonte, dass die Zusammenarbeit beider Unternehmen zu neuen Durchbrüchen in der Branche führen könnte. Der turbulente Weg für Tan setzte sich auch diesen Monat fort, als Donald Trump seinen Rücktritt forderte.
Zwei Wochen später jedoch investierte die Regierung in Intel und stellte jegliche Kritik an Tan ein. Seit den Äußerungen Trumps stieg die Intel-Aktie um 28%, unter Berücksichtigung der vorbörslichen Gewinne am Donnerstag sogar um 65%.

