Nvidia setzt auf Milliarden-Investition in OpenAI – Ein Spiel mit hohem Einsatz
Nvidia plant, bis zu 100 Milliarden Dollar in OpenAI zu investieren und gleichzeitig Millionen von KI-Chips an den Schöpfer von ChatGPT zu liefern. Diese beispiellose Strategie umfasst einen Anteil ohne Stimmrecht an einem ihrer größten Kunden. OpenAI wird mit einem Teil – nicht jedoch dem gesamten – Kapital versorgt, das notwendig ist, um Supercomputer der nächsten Generation zu entwickeln. Nvidias anfängliche Investition von 10 Milliarden Dollar soll in Kapazitäten von einem Gigawatt fließen, wobei der Bau unter Verwendung der neuen Vera Rubin-Chips in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen soll. Fragen zur Finanzierung bleiben jedoch offen. Nvidias CEO Jensen Huang nannte in einer Gewinnbesprechung im August Baukosten von etwa 50 Milliarden Dollar pro Gigawatt. Davon sollen 35 Milliarden Dollar in Nvidias Ausstattung fließen, doch über die zusätzliche Finanzierung herrscht Unklarheit. OpenAI nahm keine Stellung zu den Finanzierungsplänen, und Nvidia verzichtete auf weitere Kommentare. OpenAI, ursprünglich eine Non-Profit-Organisation, sucht nach einer Umstrukturierung zu einer gewinnorientierten Körperschaft. Gespräche mit dem Großinvestor Microsoft ergaben einen vorläufigen Umwandlungsplan zu einer Public Benefit Corporation, der noch einer behördlichen Genehmigung bedarf. Derweil bleibt die Bewertung von OpenAI mit derzeit 500 Milliarden Dollar und den potenziellen Einflüssen von Nvidias Investition unklar. Ebenso in der Schwebe sind die Auswirkungen auf die Konkurrenz, wie Anthropic und Microsoft, die ebenfalls an Nvidias begehrte Chips gelangen wollen, sowie AMDs mögliche Verkaufschancen. Oracle, das bedeutende Cloud-Verträge mit OpenAI angekündigt hatte, könnte durch Nvidias Engagement in sicheres Fahrwasser geraten. Trotz der Fragen um OpenAIs Finanzkraft stärkt die Investitionsbereitschaft von Nvidia die Basis für Oracles Prognosen.

