Novo Nordisk unter Druck: Rückschlag für Cagrisema in Phase-3-Studie
Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk sieht sich mit einem herben Rückschlag konfrontiert. In einer entscheidenden Phase-3-Studie konnte das Abnehmmittel Cagrisema die Erwartungen nicht erfüllen. Obwohl eine 23-prozentige Gewichtsreduktion nach 84 Wochen erreicht wurde, scheiterte die Studie daran, die Überlegenheit gegenüber dem Konkurrenzprodukt Zepbound von Eli Lilly im Bereich Gewichtsverlust nachzuweisen. Dies führte zu einem dramatischen Einbruch des Aktienkurses in Kopenhagen um fast 16 Prozent und hinterlässt teils enttäuschte Investoren.
Analysten wie Richard Vosser von JPMorgan und James Quigley von Goldman Sachs bewerten die Ergebnisse kritisch. Während Goldman Sachs ein begrenztes Einsatzpotenzial sieht, erwartet JPMorgan sinkende Markterwartungen für Cagrisema, wohingegen die Nachfrage nach Ozempic und Wegovy anziehen könnte. Als Reaktion auf die zunehmende Konkurrenz, insbesondere durch Eli Lilly, welche sich hinsichtlich Umsatz und Gewinn im Aufwind sieht, gerät Novo Nordisk zunehmend ins Hintertreffen.
Einst Marktführer für Gewichtssenkungsmittel, steht Novo Nordisk nun angesichts der wirkungsvolleren Medikamente von Lilly unter Druck. Das Unternehmen hofft darauf, durch intensive Studien und mögliche Preissenkungen im US-Gesundheitsmarkt Boden gutzumachen. Die Vereinbarungen mit der US-Regierung zur Senkung der Preise für Ozempic und Wegovy könnten einen entscheidenden Einfluss auf die Zukunft haben. Nichtsdestotrotz bleibt die Hoffnung, dass Cagrisema mit weiteren Studien und einer möglichen US-Zulassung neuen Auftrieb erhält.

