Novartis zieht angeblich Interesse an Übernahme von Cytokinetics zurück
Nachdem in der vergangenen Woche das Wall Street Journal von weit fortgeschrittenen Verhandlungen zwischen dem schweizerischen Pharmakonzern Novartis und dem US-Biotech-Unternehmen Cytokinetics berichtete, scheint die Übernahme nun doch nicht zustande zu kommen. Laut dem Medienbericht hat Novartis in den letzten Tagen eine Rolle rückwärts gemacht und ist nicht mehr an dem Deal interessiert.
Für Cytokinetics stellt diese Entwicklung einen Dämpfer in der Suche nach einem Käufer dar, wie das Wall Street Journal am Donnerstag online berichtet. Das Unternehmen hatte vor kurzem erfolgreich Daten zu einem experimentellen Medikament zur Behandlung der angeborenen Herzkrankheit "hypertropher Kardiomyopathie" vorgelegt, was zu einem deutlichen Anstieg des Aktienkurses führte. Es wurde spekuliert, dass der mögliche Kaufpreis für Cytokinetics bei über 10 Milliarden US-Dollar liegen könnte, allerdings kommentierte Novartis diese Gerüchte nicht.
Mit dem angeblichen Rückzug von Novartis als potenziellem Käufer sind die Aktien von Cytokinetics an der US-Börse drastisch um rund ein Viertel eingebrochen. Noch Anfang dieser Woche hatten die Aktien aufgrund des vermeintlichen Kaufinteresses seitens Novartis jedoch deutlich zugelegt.
Obwohl Novartis nun scheinbar nicht mehr im Rennen ist, könnte der Verkaufsprozess für Cytokinetics dennoch fortgesetzt werden. Laut dem Wall Street Journal ist es möglich, dass sich ein anderer Käufer findet oder dass Novartis erneutes Interesse bekundet. Zuletzt wurden auch Astrazeneca und Johnson & Johnson als potenzielle Interessenten genannt. (eulerpool-AFX)

