Nordwind bremst den ICE: Bahnbetrieb kämpft mit Wetterfolgen
Das jüngste Unwetter in Deutschland hat nachhaltige Auswirkungen auf den Fernverkehr der Deutschen Bahn. So läuft der Zugverkehr zwischen Hamburg und Berlin aktuell lediglich über ein einziges Gleis, was zu Verzögerungen auf dieser vielbefahrenen Strecke führt. Besonders betroffen sind die ICE-Verbindungen, die Hamburg mit Berlin, Leipzig/Halle, Süddeutschland und Österreich verbinden, sowie die EC-Linie von Hamburg nach Prag. Pendler und Reisende müssen mit einer durchschnittlichen Verspätung von etwa 15 Minuten rechnen. Ursache für die Behinderungen sind umgestürzte Bäume, die die Gleisstrecke blockieren. Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels: Die Bahn erwartet, dass die Route bis zum Mittag wieder voll nutzbar ist.
Doch nicht nur der Norden und Osten Deutschlands haben mit den Nachwirkungen des Sturms zu kämpfen. Auf der Strecke zwischen Hamburg und Hannover hat das Unwetter eine Oberleitung beschädigt, was zu erheblichen Einschränkungen führt. Besonders schwer wiegt die Beeinträchtigung der Verbindung zwischen Bonn, Köln, Düsseldorf und Berlin. Hier ergeben sich Verspätungen von etwa 30 Minuten zwischen Wolfsburg und der Bundeshauptstadt; einige Züge fallen sogar komplett aus. Gleiches gilt für ICE-Verbindungen, die von Berlin über Frankfurt bis nach Frankreich reichen.
Eine weitere Herausforderung stellt die IC-Strecke zwischen Amsterdam und Berlin dar. Hier fallen die Zugverbindungen zwischen Hannover und Berlin vollständig aus. Ein Ende der Einschränkungen ist bislang nicht in Sicht. Die Bahn arbeitet jedoch mit Hochdruck an der Behebung der Schäden und verspricht, die Fahrgäste laufend über aktuelle Entwicklungen zu informieren.

