Nordea überrascht mit starkem Quartal und erweitert Aktienrückkaufprogramm
Die skandinavische Großbank Nordea hat Anleger und Analysten gleichermaßen beeindruckt, indem sie ein starkes Quartalsergebnis präsentierte und ein weiteres umfangreiches Aktienrückkaufprogramm ankündigte. Bis Jahresende plant Nordea, eigene Anteile im Wert von 250 Millionen Euro zurückzukaufen, nachdem sie bereits im September einen ähnlichen Rückkauf erfolgreich abgeschlossen hatte. Diese Strategie fand bei Investoren großen Anklang und ließ die Nordea-Aktie in die Höhe schnellen.
Mit einem temporären Kursanstieg von über vier Prozent erreichte die Aktie einen historischen Höchstwert von 14,72 Euro und bleibt einer der dynamischsten Titel im EuroStoxx 50. Im Laufe des Jahres verzeichnete Nordea einen beeindruckenden Kursanstieg von etwa 38 Prozent, womit sie sich deutlich positiver entwickelte als der Index selbst. Dennoch bleibt sie im Vergleich zum Branchenindex Stoxx 600 Banks zurück, der bisher um rund 44 Prozent zulegte.
Bereits das vierte Rückkaufprogramm in diesem Jahr unterstreicht Nordeas Engagement für eine aktive Kurspflege. Mit der Ankündigung bekräftigte das Management auch seine Finanzziele für das Jahr, einschließlich einer Eigenkapitalrendite von über 15 Prozent, die nach neun Monaten mit 15,9 Prozent weiterhin klar übertroffen wird.
Trotz leicht rückläufiger Zinsüberschüsse und operativer Gewinne, die jeweils um sechs bzw. zwei Prozent auf 1,8 und 1,6 Milliarden Euro sanken, übertraf Nordea die Erwartungen der Analysten. Der Nettoüberschuss fiel um drei Prozent auf etwas über 1,2 Milliarden Euro, blieb damit jedoch über den prognostizierten Werten. Das Urteil der Jefferies-Analysten fiel durchweg positiv aus: Das dritte Quartal sei für Nordea stark geblieben, was in allen relevanten Kennzahlen deutlich werde.
Am 5. November plant die Bank, im Rahmen eines Kapitalmarkttages, ihre neuen Mittelfrist-Ziele präsentiert zu bekommen. Nordea, als eines der führenden Finanzinstitute der Region, das durch Fusionen in Dänemark, Finnland und Schweden entstand, setzt weiterhin auf Wachstum und Stabilität.

