NOBA's Börsengang: Revival der europäischen IPOs im Aufwind
Die digitale Bankgruppe NOBA sorgt in Stockholm mit einem durchweg positiven Echo bei ihrer Erstemission für Furore. Wie ein beteiligter Bankenkonsortialführer mitteilte, ist das öffentliche Angebot bereits mehrfach überzeichnet – ein klares Indiz dafür, dass Investoren nach einer längeren Durststrecke wieder Interesse an europäischen Börsengängen zeigen.
NOBA hatte am vergangenen Freitag den Ausgabepreis seiner Aktien auf 70 schwedische Kronen je Stück festgelegt, was einer Gesamtbewertung von 35 Milliarden Kronen (umgerechnet 3,72 Milliarden US-Dollar) entspricht. Der Handel mit den Aktien soll am 26. September beginnen.
Auffällig ist, dass NOBA als die zweite große schwedische Finanzgruppe in diesem Jahr den Gang an die Börse wagt, nachdem der 'Buy now, pay later'-Anbieter Klarna kürzlich in New York seinen Börseneinstand feierte. NOBA steht unter der Kontrolle von Fonds der Private-Equity-Firma Nordic Capital und des finnischen Versicherers Sampo Oyj.
Das Unternehmen agiert in den nordischen Ländern unter den Marken Nordax Bank, Bank Norwegian und Svensk Hypotekspension und bietet darüber hinaus in Deutschland Kreditkarten sowie in Deutschland, Spanien, den Niederlanden und Irland verschiedene Sparprodukte an. Nach einem trägen ersten Halbjahr für den europäischen IPO-Markt zeichnen sich nun Zeichen der Erholung ab.
Die Schweizer Sicherheitsdienstleistungsfirma Verisure plant ebenfalls einen eindrucksvollen Börsengang in Stockholm, der mit 3,1 Milliarden Euro einer der größten in Europa seit Porsche im Jahr 2022 sein könnte. Auch der Börsengang der Swiss Marketplace Group in Zürich fand großen Anklang.

