Nike trotzt den Erwartungen trotz rückläufiger Umsätze
Der weltweit führende Sportartikelhersteller Nike hat im vierten Quartal seines Geschäftsjahres 2024/25 einen Umsatzrückgang von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Die Erlöse beliefen sich auf 11,1 Milliarden US-Dollar, was etwa 9,5 Milliarden Euro entspricht.
Trotz dieses Rückgangs übertraf Nike die Erwartungen der Analysten, was auf eine optimistische Grundstimmung bei den Anlegern hindeutet. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung sind Schwächen im China-Geschäft, das als wichtiger Wachstumsmarkt für das Unternehmen gilt.
Der Gewinn des Unternehmens sackte unterdessen um erhebliche 86 Prozent auf 211 Millionen Dollar ab. Dennoch gelang es Nike, beim Gewinn pro Aktie mit 14 US-Cent die Analysten-Prognosen leicht zu übertreffen, was auf eine gewisse Stabilität in anderen Geschäftsbereichen schließen lässt.
Trotz dieser positiven Aspekte fiel die Nike-Aktie im nachbörslichen Handel um 1,4 Prozent. Eine bedeutende Personalie ist die Rückkehr von Elliott Hill, einem früheren Spitzenmanager, der im Oktober den Führungsstab bei Nike übernommen hat.
Eine zentrale Strategie des ehemaligen CEO John Donahoe, verstärkt auf Direktverkäufe zu setzen, zeigt dabei auch ihre Schattenseiten: Der im Handel frei gewordene Regalplatz wurde von Produkten der Konkurrenz eingenommen.

