Neustart in der Außenpolitik: Wadephul und Barrot setzen auf starke EU-Allianzen
Der frisch ernannte deutsche Außenminister, Johann Wadephul, hat mit klaren Aussagen zum europäischen Engagement bei bewaffneten Konflikten einen ambitionierten Start hingelegt. Auf einem informellen Treffen der EU-Außenminister in Warschau, machte der CDU-Politiker unmissverständlich deutlich, dass Europa fest an der Seite der Ukraine steht. "Die Ukraine kann sich auf Europa verlassen und jeder in Moskau muss wissen, dass er mit uns rechnen muss", betonte Wadephul mit Nachdruck. Er unterstrich dabei die Entschlossenheit Europas, die Ukraine mit allen verfügbaren Mitteln zu verteidigen und zu unterstützen.
Bei der Gelegenheit äußerte sich Wadephul gemeinsam mit seinem französischen Amtskollegen Jean-Noël Barrot, nachdem beide zusammen von Paris angereist waren. Die Reise nach Warschau folgte einem Antrittsbesuch von Wadephul bei Kanzler Friedrich Merz in der französischen Hauptstadt, der die Bedeutung der deutsch-französischen Partnerschaft unterstreicht.
Wadephul und Barrot zementierten die enge Zusammenarbeit mit Frankreich und Polen in Fragen der Ukraine-Politik. "Wir verteidigen die Freiheit Europas in der Ukraine. Darüber sind wir uns einig", erklärte Wadephul mit Blick auf die gemeinsame Haltung.
Barrot zeigte sich zudem optimistisch, nach dem Regierungswechsel in Berlin, den deutsch-französischen Motor neu zu beleben. In Zeiten großer europäischer Herausforderungen gelte es, ein verlässliches Tandem zu schaffen, das entschlossen sei, Europa eine neue Ambition zu verleihen. Dies beträfe sowohl sicherheitspolitische Aspekte, die durch den russischen Angriffskrieg besonders stark gefordert sind, als auch Fragen der Wettbewerbsfähigkeit, um technologischen und industriellen Rückständen entgegenzuwirken.

