Neues Kapitel für Syrien: Deutsche Wirtschaftshilfe beim Wiederaufbau
Deutschland plant eine verstärkte wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Syrien, nachdem vor sechs Monaten der Langzeitmachthaber Baschar al-Assad gestürzt wurde. Bei einem Telefonat mit Außenminister Asaad al-Schaibani der syrischen Übergangsregierung einigte sich Außenminister Johann Wadephul auf die Gründung eines deutsch-syrischen Wirtschaftsrats. Diese Initiative wird vom Auswärtigen Amt koordiniert.
Die Pläne, Syrien zu besuchen, musste Wadephul aufgrund von Spannungen mit dem Iran verschieben. In Berlin betonte er die Bedeutung eines wirtschaftlichen Neustarts für das krisengeschüttelte Land. Sein syrischer Amtskollege versicherte eine Politik der Stabilität und des inneren Ausgleichs, die für Deutschland von großer Bedeutung sei. Wadephul betonte, dass ein friedliches Miteinander aller religiösen und ethnischen Gruppen essenziell ist, um Syrien auf den Pfad der Stabilität zu bringen.
Syrien, mit seiner rund 23 Millionen umfassenden Bevölkerung, wird derzeit von einer Übergangsregierung unter Interimspräsident Ahmed al-Scharaa geleitet. Al-Scharaa, ehemaliger Anführer der Islamistenorganisation HTS, verspricht ein 'Syrien für alle'. International wird die Behandlung von Minderheiten im Land kritisch beobachtet, besonders in Anbetracht der konfessionellen Spannungen.

