Neuer Wind aus Fernost: Jack Wolfskin wechselt den Besitzer
Der bekannte deutsche Outdoor-Spezialist Jack Wolfskin steht fortan unter asiatischer Flagge. Der bisherige Besitzer, der kalifornische Konzern Topgolf Callaway, hat sich entschlossen, den Outdoor-Ausrüster an das chinesische Unternehmen Anta Sports zu veräußern. Anta Sports hat bereits prominente Marken wie Wilson und Salomon im Portfolio und erweitert durch den Zukauf seine Präsenz im Outdoor-Segment.
Der Verkaufspreis wurde seitens Topgolf Callaway mit 290 Millionen Dollar angegeben. Chip Brewer, der Unternehmenschef des US-Konzerns, erklärte, dass sich die Firma zukünftig verstärkt ihrem Kerngeschäft als Anbieter von Golfausrüstung widmen möchte. Topgolf Callaway hatte Jack Wolfskin erst 2019 für 418 Millionen Euro erworben, was einen deutlichen Abschlag beim Wiederverkauf bedeutet.
Für das laufende Jahr rechnete Topgolf Callaway mit einem Umsatzbeitrag von Jack Wolfskin, das seinen Sitz in Idstein, Hessen, hat, in Höhe von 325 Millionen Euro sowie einem operativen Ergebnis (EBITDA) von 12 Millionen Euro. Ursächlich für den Verkauf ist unter anderem die Rückläufigkeit im Europa-Geschäft von Jack Wolfskin, die bereits im Vorjahr zu einem Umsatzrückgang bei Topgolf Callaway geführt hatte.

