Neuer Sturm bedroht Südostasien: 'Bualoi' rückt näher
Nachdem der Super-Taifun 'Ragasa' verheerende Spuren hinterließ, wendet sich nun alle Aufmerksamkeit auf den herannahenden Tropensturm 'Bualoi'. Nach Berechnungen der philippinischen Wetterbehörde Pagasa könnte dieser am Freitag auf Bicol, im Süden der Hauptinsel Luzon, treffen. Die philippinischen Behörden haben bereits vorsorgliche Maßnahmen ergriffen: Schulen bleiben geschlossen und der Schiffsverkehr ist eingestellt, um mögliche Gefahren durch starke Winde und Fluten abzuwenden. Gleichzeitig warnt das Institut für Vulkanologie und Seismologie eindringlich vor gefährlichen Schlammlawinen am Vulkan Mayon, sollten die prognostizierten Starkregen eintreten. Diese Lahare, eine Mischung aus Wasser und vulkanischem Material, könnten gefährlich die Hänge hinabstürzen.
Während 'Ragasa' in abgeschwächter Form Vietnam ansteuert und dort mit heftigen Niederschlägen und Erdrutschen einhergeht, könnte auch 'Bualoi' Kurs auf Vietnam nehmen, sofern eine Verstärkung eintritt. Auch der Luftverkehr in der Region ist betroffen, da zahlreiche Flüge gestrichen oder verschoben wurden. Der Super-Taifun 'Ragasa' war der heftigste der Saison mit orkanartigen Winden, die Alltagsleben in Südchina und Hongkong erheblich beeinträchtigten. Nun sind viele Einschränkungen aufgehoben und der Schulbetrieb sowie Flugverkehr nehmen wieder Fahrt auf.
In Taiwan setzten die Behörden die Suche nach Vermissten fort, nachdem 'Ragasa' dort sein zerstörerisches Unwesen trieb und Todesopfer sowie Schäden hinterließ. Aufräumarbeiten sind im vollen Gange, während Hilfsgüter an betroffene Haushalte verteilt werden. Doch die Telekommunikation bleibt vielerorts gestört und die Wasserversorgung war zeitweise unterbrochen. Die Hoffnung bleibt, dass die Regionen schnell Erholung finden.

