Neuer Präsident des Bayerischen Brauerbundes: Stefan Kreisz setzt auf Tradition und Innovation
Neuer Präsident des Bayerischen Brauerbundes
In einem bedeutenden Schritt für die bayerische Brauwirtschaft wurde Stefan Kreisz, der Geschäftsführer von Erdinger Weißbräu, einstimmig zum neuen Präsidenten des Bayerischen Brauerbundes gewählt. Er tritt die Nachfolge von Georg Schneider an, der nach einem Jahrzehnt an der Verbandsspitze nicht mehr zur Wahl stand und nun als Ehrenpräsident geehrt wurde.
Kreisz plant, sich aktiv für den Erhalt der mittelständischen Struktur der bayerischen Brauereien einzusetzen. "Bayerisches Bier ist weit mehr als ein Getränk. Es ist Teil unserer Kultur, unserer Heimat und unserer Identität", äußerte er sich bei seiner Wahl. Diese Sichtweise unterstreicht die Wichtigkeit, die Vielfalt und Tradition des bayerischen Bieres zu bewahren, während gleichzeitig innovative Ansätze in die Zukunft verfolgt werden.
Die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) würdigte Schneider für seine Verdienste um die Branche und betonte, dass er die Partnerschaft mit dem heimischen Hopfen- und Gerstenanbau gestärkt habe. Sie wünscht auch Kreisz ein gutes Gespür für die Herausforderungen, die die Branche in der Zukunft erwarten, insbesondere im Hinblick auf den Erhalt der bayerischen Bierkultur.
Die bayerischen Brauer stehen jedoch vor erheblichen Herausforderungen. Der Bierkonsum ist seit geraumer Zeit rückläufig, was die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen unter Druck setzt. Zudem belasten hohe Kosten die Betriebe, was sich negativ auf den Shareholder Value auswirken könnte. In diesem Kontext ist es entscheidend, dass Kreisz und der Brauerbund neue Strategien entwickeln, um die Attraktivität des Standorts Bayern zu sichern und gleichzeitig das Wachstum der Branche zu fördern.
Die bevorstehenden Herausforderungen erfordern ein hohes Maß an Innovationskraft und unternehmerischer Freiheit, um die bayerische Brauwirtschaft auch in Zukunft als bedeutenden Teil der regionalen Identität zu etablieren. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie gut es dem neuen Präsidenten gelingt, Tradition und Fortschritt in Einklang zu bringen und so die Zukunft des bayerischen Bieres zu gestalten.

