Neuer Fokus im All: SpaceX plant Mondstadt statt Marskolonie
In einem überraschenden Strategiewechsel hat SpaceX-Gründer Elon Musk verkündet, dass das Unternehmen seine Bemühungen in naher Zukunft auf den Bau einer Stadt auf dem Mond konzentrieren wird. Während eine Marskolonie mindestens zwei Jahrzehnte in Anspruch nehmen könnte, schätzt Musk, dass eine lunare Stadt innerhalb der nächsten zehn Jahre realisierbar ist.
Die technischen und logistischen Vorteile, die der Mond bietet, sind entscheidend für diese Entscheidung. Im Gegensatz zur Reise zum Mars, die nur alle 26 Monate möglich ist und etwa sechs Monate dauert, könnte eine Mission zum Mond alle zehn Tage starten und in nur zwei Tagen den Erdtrabanten erreichen. Die Flexibilität und die kürzere Reisezeit ermöglichen eine viel schnellere Umsetzung der Pläne für die Mondstadt.
Trotzdem bleibt die Vision einer Marssiedlung bestehen, wobei der Baubeginn innerhalb der nächsten fünf bis sieben Jahre angepeilt wird. SpaceX spielt eine Schlüsselrolle im "Artemis"-Programm der NASA, das die Rückkehr des Menschen auf den Mond nach den legendären "Apollo"-Missionen der 1970er Jahre zum Ziel hat. Eine dauerhafte Mondpräsenz sowie die Vorbereitung auf bemannte Marsmissionen sind die langfristigen Ziele des Programms.
Die erste bemannte Mondlandung wird jedoch nicht vor 2027 erwartet. Neben SpaceX zählen auch Unternehmen wie Blue Origin, Boeing, Lockheed Martin und Northrop Grumman zu den bedeutenden Partnern des "Artemis"-Programms.

