Neue Turbulenzen belasten asiatische Aktienmärkte
In Asien sind die Aktienmärkte zu Beginn der neuen Handelswoche deutlich unter Druck geraten, vor allem ausgelöst durch andauernde Unsicherheiten an den Edelmetallmärkten. Besonders schwer traf es den südkoreanischen Leitindex Kospi, der nach Erreichen eines neuen Höchststandes am vergangenen Freitag um mehr als 5 Prozent einbrach. Der Handel an den Börsen in Seoul musste aufgrund erheblicher Kursschwankungen sogar zeitweise ausgesetzt werden. Vor allem Aktien der zuvor stark gestiegenen Halbleiterunternehmen wurden massiv abgestoßen. So verzeichneten die Papiere von Samsung Electronics einen Rückgang von über 6 Prozent, während die von SK Hynix um fast 9 Prozent nachgaben. Ein zentraler Auslöser für die Verkäufe sei der sogenannte 'Warsh-Schock', so Analyst Stephen Innes von SPI Asset Management. Die Ernennung von Kevin Warsh zum neuen Vorsitzenden der US-Notenbank, einem bekannten Verfechter restriktiver Zinspolitik, ließ viele Investoren risikoscheuer werden.
Nicht nur Gold und Silber, sondern auch Industriemetalle verloren massiv an Wert, was sich negativ auf den Aktienmarkt auswirkte. Die anhaltenden Kursverluste führten dazu, dass Investoren Positionen auflösten, die zuvor stark engagiert waren, wie eben in besagten Edelmetallen.
In Japan verzeichnete der Nikkei 225 einen Rückgang um 1,25 Prozent auf 52.655 Punkte. Noch stärkere Verluste mussten die Börsen in China hinnehmen; der CSI 300 fiel um 2,2 Prozent auf 4.603 Punkte, während der Hang-Seng-Index in Hongkong 3,2 Prozent abgab und auf 26.517 Punkte rutschte. Auch in Australien setzte sich der Trend fort: Der S&P/ASX 200 verlor gut ein Prozent und notierte bei knapp 8.779 Punkten, belastet durch den Verkauf von Bergwerksanteilen in Folge der sinkenden Rohstoffpreise.

