Neue Impulse für den Umgang mit Wechseljahren am Arbeitsplatz
Die Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes, Ferda Ataman, plädiert für ein umfassenderes Verständnis und mehr Unterstützung für Frauen in den Wechseljahren in der Berufswelt. Sie weist darauf hin, dass viele Frauen ihre Berufstätigkeit reduzieren oder sich vorzeitig aus dem beruflichen Umfeld zurückziehen, was nicht nur den Betroffenen, sondern auch der Wirtschaft schade. Hier seien Arbeitgeber, Politik, Medizin und Forschung gleichermaßen gefordert, das Tabu rund um das Thema Wechseljahre zu durchbrechen.
Studien belegen, dass die Wechseljahre und ihre Begleiterscheinungen die Karriereentwicklungen von Frauen negativ beeinflussen können. Mehr als neun Millionen Frauen in Deutschland befinden sich gegenwärtig in dieser Lebensphase.
Ein Expertengremium aus den Bereichen Gynäkologie, Wirtschaftswissenschaft und Arbeitsrecht arbeitet derzeit an Vorschlägen unter dem Titel 'Wechseljahre und Diskriminierung'. Diese sollen in Handlungsempfehlungen einfließen, die Ataman im Herbst in Deutschland vorstellen will. Das Vorgehen orientiert sich an dem 2022 von der britischen Regierung formulierten Leitfaden 'Menopause in the Workplace'.

