Neue Horizonte: ERC System plant Serienstart von fliegendem Senkrechtstarter bis 2031
Die Zukunft der urbanen Mobilität ist in Deutschland im Aufwind, denn das Start-up ERC System aus Ottobrunn plant, bis zum Jahr 2031 einen fliegenden Senkrechtstarter mit Hybridantrieb zur Serienreife zu bringen. Das ambitionierte Projekt wird von einem wegweisenden Flugzeug unterstützt, welches als fliegender Krankenwagen im Einsatz sein könnte. In Kooperation mit der Luftrettung DRF wurde kürzlich ein Prototyp in Erding vorgestellt.
Die Entwicklung trifft auf ein herausforderndes Umfeld: In den vergangenen Jahren mussten die eVTOL-Pioniere Lilium und Volocopter Insolvenz anmelden. Die finanzielle Unterstützung für solche futuristischen Projekte war knapp, und Volocopter fand letztlich in China einen neuen Eigentümer. Trotz dieser Hürden sieht Max Oligschläger von ERC System erhebliche Marktchancen für elektrische Senkrechtstarter, insbesondere für kleine Flugzeuge.
Der Bedarf im Gesundheitssektor könnte die Einführung dieser Technologie beschleunigen. Vor dem Hintergrund von Krankenhausreformen und -schließungen erwartet Christian Müller-Ramcke von der DRF eine Zunahme an Patiententransporten zwischen Kliniken. Hier könnte der innovative Senkrechtstarter von ERC System große Dienste leisten.
Gesichert wird dieses Vorhaben durch einen starken Partner: den bayerischen Luftfahrt-Dienstleister IABG. Dieser bietet nicht nur Kapital, sondern auch Erfahrung und strategische Unterstützung. Auf längere Sicht plant ERC System, sein Investorenportfolio auszubauen, um das Projekt weiter voranzutreiben.
Der Prototyp "Romeo", eine ferngesteuerte Drohne, dient derzeit als ein vollelektrischer Schwebedemonstrator. Das Ziel ist jedoch ein Pilotengesteuertes Flugzeug mit einer Reichweite von bis zu 800 Kilometern, unterstützt durch einen Hybridantrieb. CEO David Löbl weist darauf hin, dass der Kolbenmotor entscheidend zur Reichweitenverlängerung beitragen wird.

