Neue Gaskraftwerksoffensive im Süden Deutschlands: Bundesregierung plant Südbonus
In einem zukunftsweisenden Schritt hat Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche angekündigt, dass ein Schwerpunkt der neuen Gasproduktion in Deutschland im Süden entstehen soll. Dies geschieht im Rahmen eines „Südbonus“, der mit zwei Dritteln der insgesamt ausgeschriebenen Kapazität speziell auf den technischen Süden ausgerichtet ist. Diese Ankündigungen kamen nach einem Treffen der CDU-Politikerin mit dem bayerischen Kabinett unter der Leitung von Ministerpräsident Markus Söder in Gmund am Tegernsee.
Die Bundesregierung plant, neue Gaskraftwerke mit einer Kapazität von 20 Gigawatt auf den Weg zu bringen. Der erste Teil dieser Ausbauoffensive sieht Bayern als einen zentralen Nutznießer. Ziel ist es, die Energieversorgung zu sichern und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der Industrien zu stärken. Die intensiven Konsultationen mit der EU-Kommission sind bereits im Gange, um die notwendigen Ausschreibungen voranzutreiben.
Ein zentrales Ziel der neuen Energiepolitik ist, die hohen Strompreise für Unternehmen zu senken, um Wettkampfvorteile im internationalen Markt zurückzugewinnen. Noch bevor die Sommerpause ansteht, soll das Bundeskabinett Maßnahmen beschließen, die eine Senkung der Stromsteuer, die Entlastung von Netzentgelten und die Gasspeicher-Umlage vorsehen. Diese Maßnahmen sind notwendig, da momentan viele Investitionen in Regionen fließen, die mit günstigeren Energiepreisen locken.
Abschließend betont Reiche das Ziel der Bundesregierung, „Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Bezahlbarkeit“ in einem ausgewogenen Verhältnis zu verbinden. Dabei sollen Ausnahmeregelungen für energieintensive Industrien, wie die Strompreiskompensation, beibehalten werden, um die Wettbewerbsfähigkeit nicht zu gefährden.

