Neue Eskalation im Gazastreifen: Opferzahlen steigen weiter
Die angespannte Lage im Gazastreifen hat eine weitere tragische Wende genommen. Palästinensischen Berichten zufolge sind bei einem der jüngsten israelischen Luftangriffe im Süden des Grenzabschnitts mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Zudem meldeten Augenzeugen und das Nasser-Krankenhaus, dass über 50 Personen verletzt wurden. Im Gebiet Al-Mawasi bei Chan Junis sei ein Zelt mit Binnenvertriebenen getroffen worden, wobei sechs Opfer aus derselben Familie stammten. Diese Informationen konnten bislang nicht unabhängig verifiziert werden, und seitens des israelischen Militärs gab es zunächst keinen Kommentar.
Im nördlichen Teil des Gazastreifens wurden laut palästinensischen Angaben bei einem anderen Luftangriff in der Stadt Gaza mindestens 17 Menschen getötet. Die von der Hamas verwaltete Gesundheitsbehörde erklärte zudem, dass der Direktor des Indonesischen Krankenhauses und seine Familie unter den Opfern eines Luftangriffs seien. Auch diese Angaben bedürfen einer unabhängigen Bestätigung, und eine Stellungnahme der israelischen Armee steht noch aus.
Seit Ausbruch des Gaza-Konflikts vor fast 21 Monaten beklagt die Gesundheitsbehörde mehr als 57.000 Todesopfer im Gazastreifen. Diese Zahlen unterscheiden nicht zwischen zivilen und kämpfenden Opfern. Der Konflikt eskalierte am 7. Oktober 2023 durch einen gewaltsamen Überfall der Hamas und anderer islamistischer Gruppen auf Israel, bei dem etwa 1.200 Menschen starben und über 250 Personen als Geiseln genommen wurden.

