Neue E-Auto-Förderung: Unterstützung mit Bedingungen und Einschränkungen
Im Zuge der neuen staatlichen Förderung für Elektroautos und bestimmte Plug-in-Hybride winken je nach persönlichem Einkommen und Familienstand Prämien zwischen 1.500 und 6.000 Euro. Besonders begünstigt werden Geringverdiener und Familien mit Kindern. Die Prämienhöhe wird durch das Haushaltseinkommen bestimmt, wobei die Maximalgrenze bei einem Einkommen von 90.000 Euro liegt, wenn zwei Kinder vorhanden sind. Die Basisförderung für reine Elektrofahrzeuge beträgt 3.000 Euro. Haushalte mit einem Einkommen bis 60.000 Euro erhalten 4.000 Euro, während Haushalte mit bis zu 45.000 Euro Einkommensgrenze 5.000 Euro in Aussicht haben. Pro Kind erhöht sich die Prämie um 500 Euro, maximal um 1.000 Euro.
Ein Anspruch auf Fördergeld entsteht nur, wenn das Fahrzeug mindestens drei Jahre im Besitz bleibt. Plug-in-Hybride und Autos mit Range Extendern erhalten eine niedrigere Unterstützung von 1.500 Euro. Förderfähig sind jedoch nur jene Modelle, die entweder weniger als 60 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen oder mehr als 80 Kilometer rein elektrisch fahren können. Die Kriterien werden ab Mitte 2027 voraussichtlich strengeren Emissionsanforderungen unterzogen.
Interessenten, die seit dem 1. Januar einen Neuwagen zugelassen haben, können ab Mai die Förderung beantragen, wenn das entsprechende Online-Portal verfügbar ist. Insgesamt drei Milliarden Euro stehen für die Subvention bereit, was die Unterstützung von etwa 800.000 Fahrzeugen bis 2029 ermöglichen soll. Die bisherige Umweltprämie, die Ende 2023 eingestellt wurde, verlief ohne Nachfolge bis zur Einführung der neuen Regelungen.
Der Markt für Elektrofahrzeuge floriert, trotz eines leichten Rückgangs nach der Einstellung der vorhergehenden Prämie. Der Bedarf an E-Autos ist durch steigende Neuzulassungen belegt, auch wenn die Wachstumsraten nicht mehr so rasant wie zuvor ausfallen. Die Förderung von Plug-in-Hybriden wird dagegen kritisch betrachtet. Ihr umstrittener Umweltbeitrag, verbunden mit Steuervorteilen, insbesondere für Unternehmen, wird von der Deutschen Umwelthilfe und weiteren Organisationen bemängelt.
Das aktuelle Förderprogramm wird von Experten wie Ferdinand Dudenhöffer hinterfragt, die das autonome Wachstum des Marktes ohne staatliche Anreize vermuten. Günstiger Ladestrom und niedrigere Lohnnebenkosten könnten einen effizienteren Verkauf fördern. Abseits der aktuellen Regelungen steht die Frage, wie die Produktionsstandorte der Fahrzeuge die Vergabe von Fördergeldern in Zukunft beeinflussen könnten. Die IG Metall fordert eine europäische Fertigungsorientierung, um von deutschen Steuermitteln zu profitieren und lokale Wirtschaftsstandorte zu stärken.

