Neue Dynamik in Brüssel: EU schnürt erneutes Sanktionspaket gegen Russland
Die Europäische Union hat als Reaktion auf den anhaltenden Konflikt in der Ukraine ein neues Sanktionspaket gegen Russland verabschiedet. Nach wochenlanger Verzögerung, ausgelöst durch Widerstand aus der Slowakei, einigten sich die EU-Mitgliedstaaten in Brüssel auf ein inzwischen 18. Maßnahmenpaket. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bestätigte, dass die Sanktionen nun endgültig beschlossen sind.
Derweil zeigt sich der Kreml unbeeindruckt von den sich häufenden Sanktionen. Kremlsprecher Dmitri Peskow äußerte gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax, dass Russland inzwischen eine "gewisse Immunität" entwickelt habe und sich auf das Leben unter den Sanktionen eingestellt habe. Gleichwohl werde das jüngste Maßnahmenpaket einer eingehenden Prüfung unterzogen, um potenzielle Auswirkungen zu minimieren.
Auch auf anderen Schauplätzen bewegt sich die globale Wirtschaft: Während die Stimmung der US-Verbraucher laut aktueller Erhebung der Universität Michigan überraschend gestiegen ist, haben sich die G20-Finanzminister bei ihrem Treffen in Südafrika erstmals seit Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump auf ein gemeinsames Abschlussdokument geeinigt. Dieses Dokument hebt die gemeinsamen wirtschaftlichen Herausforderungen hervor, denen sich die Welt gegenüber sieht.
In Anbetracht der Energieknappheit im kommenden Winter hat die EU beschlossen, die Gasspeicherverordnung um zwei Jahre zu verlängern, was den Mitgliedstaaten erleichtert, ihre Vorräte später im Jahr aufzufüllen. Unterdessen hat Bundeskanzler Friedrich Merz in Berlin die Notwendigkeit betont, dass die EU langfristig über eigene Finanzmittel verfügt, etwa durch eigene Steuern oder Abgaben.
In anderen Regionen setzt sich der Trend wirtschaftlicher Volatilität fort: In Iran werden Sanktionsdrohungen aus Europa im Zusammenhang mit den Atomverhandlungen scharf zurückgewiesen. In Tokio verzeichnete die Regierung im Juni eine unerwartet deutliche Abkühlung der Inflation und in Peking wird von einem möglichen Schmuggel seltener Erden durch ausländische Geheimdienste berichtet. Schließlich plädiert in den USA ein führendes Fed-Mitglied für eine baldige Zinssenkung, um wirtschaftliche Schwankungen abzufedern.

