Neue Corona-Variante NB.1.8.1: Eine globale Beobachtung ohne Alarm in Deutschland
Die Corona-Variante NB.1.8.1 zieht weltweit Aufmerksamkeit auf sich, doch in Deutschland bleibt sie momentan noch eine Randerscheinung. Erstmals im Januar dieses Jahres identifiziert, wird sie von der Weltgesundheitsorganisation als "Variante unter Beobachtung" eingestuft. In asiatischen Regionen hat sie bereits an Bedeutung gewonnen, jedoch sind die deutschen Fallzahlen bislang niedrig.
Laut dem Robert Koch-Institut wurde NB.1.8.1 Ende März erstmals in Deutschland festgestellt, seither allerdings nur vereinzelt nachgewiesen. Ein klarer Trend lässt sich derzeit nicht erkennen, da die Covid-19-Fallzahlen niedrig sind und weniger sequenziert wird. Aktuell verzeichnet das RKI einen leichten Anstieg der Corona-Fälle, wobei viele Infektionen wohl unerkannt bleiben, da wenig getestet wird.
Ein interessantes Indiz liefert die Überwachung des Abwassers, welches einen moderaten Anstieg der Viruslast zeigt. Virologe Richard Neher von der Universität Basel erläutert, dass NB.1.8.1 eine Abspaltung des Erregerstamms XDV.1.5 ist, welcher in Fernost dominant ist. In China war die Variante Ende Mai bereits führend, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.
Obwohl sich NB.1.8.1 als ansteckender erweist, gibt es laut chinesischen Behörden und der WHO keine Hinweise auf schwerere Erkrankungsverläufe. Die Impfstoffe sollen weiterhin effektiv vor schweren Verläufen schützen. Neher fügt hinzu, dass es fraglich ist, ob sich NB.1.8.1 in Deutschland ausbreiten wird, da dies von der Entwicklung anderer Varianten abhängt.

